Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
— Fl — 
Der uns fröide wider brsehte, 
diu reht und gefüege wsere, 
hei wie wol man des gedsehte 
swa man von im seite maere! 
5 ez wter ein vil hovelicher muot, 
des ich iemer gerne wünschen sol: 
frowen unde herren zseme ez wol: 
owe daz ez nieman tuot! 
Die daz rehte singen stoerent, 
io der ist ungeliche mere 
danne die ez gerne hoerent: 
doch volg ich der alten lere: 
ich enw r il niht werben zuo der iniil, 
da der stein so riuschent umbe gat 
15 und daz rat so mange unwise hAt. 
merkent wer da harpfen s'iil. 
Die so frevellichen schallent, 
der muoz ich vor zorne lachen, 
dazs in selben wol gevallent 
20 mit als ungefiiegen Sachen, 
die tuont sam die frösche in eiine se, 
den ir schrien also wol behaget, 
daz diu nahtegal da von verzaget, 
so si gerne sunge me. 
25 Swer unfuoge swigen hieze, 
waz man noch von fröiden sunge! 
und si abe den bürgen stieze, 
daz si da die fron niht twunge. 
wurden ir die grozen höve benoineo, 
30 daz wser allez nach dem willen min. 
bi den gebüren liez ich si wol sin: 
dannen ists och her bekomen. 
In einem zwiveliichen wan 
was ich gesezzen, und gedahte, 
35 ich wolte von ir dienste gan; 
wan daz ein trost mich wider brahte. 
Waith, v, U, Vogelweide,
	        

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