Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm 
60 - H - 
waenest dich entwinden mir? 
nein: ich kan mich winden mich, 
du wilt sere gaben, 
und ist vil unnahen 
5 daz ich dir noch sül versmähen. 
Du hast lieber dinge vil, 
der mir einez werden sol. 
Welt, wiecli daz verdienen wil! 
doch solt du gedenken wol 
io obe ich ie getraete 
fuoz von miner staete, 
sit dii mich dir dienen baete. 
Welt, du ensolt niht umbe daz 
zürnen, ob ich lones man. 
15 grüeze mich ein w r enic baz, 
sich mich minneclichen an. 
du mäht mich wol pfenden 
und min heil erwenden: 
daz stet, frowe, in dinen henden. 
20 lehn weiz wie din wille ste 
wider mich: der mine ist guot 
wider dich, waz wil dus me, 
Welt, von mir, wan hohen muot? 
wilt du bezzer wünne, 
25 danne man dir günne 
f’röide und der gehelfen künne? 
Welt, tuo me des ich dich bite, 
volge wiser liute tugent. 
du verderbest dich da mite, 
30 wil du minnen tören jugent. 
bite die alten ere, 
daz si wider kere 
und ab din gesinde lere. 
Ich wil nü teilen, e ich var, 
35 min varnde guot und eigens vil, 
daz iernen dürfe stiften dar, 
wan den ichz hie bescheiden wil. 
al min ungelücke wül ich schaffen jenen
	        

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