Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
~ 11 
ich habe ouch die rede gehoeret: 
si sprechent, daz in fröide stoeret, 
si sin me dan halbe verzaget 
beidiu libes unde guotes, 
5 niemen helfe in hohes muotes. 
wer sol rillten ? hiest geklaget, 
O O 
45 
Ein frowe wil ze schedeliche 
schimpfen, ich habe uz gelobet, 
si tumbet, obe si niht entobet. 
i) jon wart ich lobes noch nie so riclie:/ 
torst ich vor den wandelbseren, 
so lobte ich die ze lobenne wseren, 
des enhaben deheinen muot, 
iclin gelobe si niemer alle, 
j swiez den losen missevalle, 
sine werden alle guot. 
Ich weiz si diu daz niht ennfdet, 
daz man nennet reiniu wtp. 
so rehte reine sost ir lip, 
)daz si der guoten lop wol lidet. 
er engap ir niht ze kleine, 
der si geschuof, schoen unde reine, 
der diu zwei zesamne slöz, 
wie gefuoge er künde sliezen! 
i er solt iemer bilde giezen, 
der daz selbe bilde goz. 
Sich krenkent frowen und pfalfen, 
daz si sich niht scheiden länt. 
die den verschampten bi gestaut, 
> die wellent 11hte ouch mit in schaffen, 
we daz zwen als edele namen 
mit den schamelosen werbent! 
35 sicherliche si verderbent, 
sine wellens sich erschamen. 
So die bluomen uz dem grase dringent, 
säme si lachen gegen der spilden sunnen,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.