Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

z.3 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
die pfaffen solten kiusclier dan die leien wesen: 
an welen buochen hant si daz erlesen, 
daz sich so maneger flizet wa er ein schoenez wip vervelle? 
Ahi wie kristenliche nü der habest lachet, 
5 s w en ne er sinen Walhen seit 'ich hanz also gemachet’! 
.daz er da seit, des solt er niemer hän gedäht. 
er gibt 'ich han zwen Ähnan under eine kröne brüllt, 
daz siz riche sulen stoeren unde wasten. 
ie dar under füllen wir die kästen: 
10 ich liäns an minen stoc gement, ir guot ist allez min: 
ir tiuschez silber vert in minen welschen schrin. 
ir pfaffen, ezzent lnienr und trinkent wln, 
unde länt die tiutschen . . * vasten.’ 
Sagt an, her Stoc, hat iuch der habest her gesendet, 
15 daz ir in richet und uns Tiutschen ermet unde pfendet? 
sw r enn im diu volle maze kumt ze Latran, 
so tuot er einen argen list, als er e hat getan: 
er seit uns danne wie daz riche ste verwarren, 
unz in erfiillent aber alle pfarren. 
20 ich w sen des silbers wenic kuinet ze helfe in gotes lant: 
grozen hört zerteilet selten pfaffen hant. 
her Stoc, ir sit üf schaden her gesant, 
daz ir üz tiutschen Hüten suochet toerinne unde narren. 
Swelch herze sich bi disen ziten niht verkeret, 
25 sit daz der habest selbe dort den ungelouben meret, 
da wont ein sselic geist und gotes minne bi. 
nü seht ir waz der pfaffen werc und waz ir lere si. 
e daz was ir lere bi den werken reine: 
nü sint si aber anders so gemeine, 
30 daz wirs unrehte würken sehen, unrehte hoeren sagen, 
die uns guoter lere bilde solden tragen, 
des mugen wir tumbe leien wol verzagen: 
wsen aber min guoter klosensere klage und sere weine. 
Die wile ich weiz dri hove so lobelicher manne, 
I 35 s 5 i s t min win gelesen unde süset wol min pfanne. 
Illj der biderbe patriarke missewende fri, 
der ist ir einer, so ist min höfscher tröst zehant da bi,
	        

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