Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm 
- I - 
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wan kiinec Artüses hof: so we mir armen! 
Wa nü ritter unde frouwen, 
die man bi mir solte scliouwen? 
seht wie jamerlich ich ste. 
5 min dach ist fül, so risent mine wende, 
mich enminnet nieinan leider, 
golt silber ros und dar zuo kleider 
diu gab ich, unde hat oucli me: 
nun hab ich weder schappel noch gebende 
io noch frowen zeinem tanze, owe!’ 
Künc Constantin der gap so vil, 
als ich ez iu bescheiden wil, 
dem stuol ze Rome, sper kriuz unde kröne. 
Zeliant der engel lute schre 
15 f owe, owe, zem dritten we! 
e stuont diu kristenheit mit züliten schone: 
Der ist ein gift nü gevallen, 
ir honec ist worden zeiner gallen. 
daz wirt der werlt her nach vil leit.’ 
20 alle fürsten lebent nü mit eren, 
wan der hoehste ist geswachet: 
daz hat der pfaffen wal gemachet. 
daz si dir, süezer got, gekleit. 
die pfaffen wellent leien reht verkeren. 
25 der engel hat uns war geseit. 
vxrtWj. -• N’WTTwen'fV v. - 
4'3; 4-d 
Ob ieman spreche, der nü lebe, 
daz er gesaehe ie groezer gebe, 
als wir ze Wiene haben dur ere enpfangen ? 
Man sach den jungen fürsten geben, 
30 als er niht lenger wolte leben: 
da wart mit guote Wunders vil begangen. 
Man gap da niht bi drizec pfunden, 
wan silber, als ez waere funden, 
gab man hin und riche wat. 
35 oucli hiez der fürste durch der gernden hulde 
die malhen von den stellen leeren, 
ors, als ob ez lernber waeren, 
vil maneger dan gefüeret hat.
	        

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