Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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S, Ufil. 
j.Tc'X-ll. 
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mir ist miner swaere buoz: 
erste wil ich eben setzen ininen fuoz 
und wider in ein hohgemüete stigen. 
Der in de% oren siech von ungestillte st, 
5 daz ist min rat, der laz den hof ze Dürengen fri: 
wan kuinet er dar, deswar er wirt ertoeret. 
ich hau gedrungen unz ich niht me dringen inac. 
eirv schar vert üz, diu ander in, naht unde tac. 
gröz wunder ist daz iemen da gehoeret. 
der lantgräve ist so gemuot 
daz er mit stolzen beiden sine habe vertuot, 
der iegeslicher wol ein kenpfe waere. 
mir ist sin höhiu fuor wol kunt: 
und gulte ein fuoder guotes wines tüsent pfunt, 
15 da stiiende oucli niemer ritters becher leere. 
^VV^az Wunders in der werlte vert! 
wie manic gäbe ist uns beschert 
von dein der uns uz nihte hat gernachet! 
Dem einen git er schoenen sin, 
20 dem andern guot unt den gewin, 
daz er sich mit sin selbes muote swachet. 
Armen man mit guoten sinnen 
sol man für den riehen minnen, 
ob er eren niht engert. 
25 ja enist ez niht wan gotes hulde und ere, 
dar nach diu weit so sere vihtet: 
swer sich ze guote also verpflihtet 
daz er der beider wirt entwert, 
dern habe oucli hie noch dort niht lones mere, 
3() wan si eilt guotes hie gewert. 
Mir ist verspart der saelden tor: 
da sten ich als ein weise vor: 
mich hilfet niht swaz ich dar an geklopfe. 
Wie möht ein wunder groezer sin? 
35 ez regent bedenthalben min, 
daz mir des alles niht enwirt ein tropfe.
	        

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