Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
f 
Her Wicman, ist daz ere, 
daz man die meister irren sol 
so meisterlicher Sprüche? 
latz iu geschehen niht mere: 
s für war ich iu daz rate wol. 
waz obe her Walther krüche? 
er soltz doch iemer hän vor iu, 
also der weize vor der spriu. 
singt ir einz, er singet driu, 
10 dazz sich gelichet rehte als ars und mane. 
her Walther singet swaz er wil, 
des kurzen und des langen vil: 
sus meret er der weite spil: 
so jagent ir alse ein leitehunt nach wane* 
15 Mir hat ein lieht von Franken 
der stolze Missensere bräht: 
daz vert von Ludewige. 
ichn kam ims niht gedanken 
so wol als er min hat gedäht, 
20 wan daz ich tiefe nige. 
künd ich swaz ieman guotes kan, 
daz teilte ich mit dem werden mau. 
der mir so hoher eren gan, 
got müeze im ere meren. 
25 zuo llieze im aller sselden lluz, 
niht wildes mide sinen schuz, 
sins hundes louf, sins hornes duz 
erhelle im und erschelle im wol nach eren. 
Diu kröne ist elter danne der künec Philippes 
30 da inugent ir alle schouwen wol ein wunder bi, 
wies ime der smit so ebene habe gemacliet. 
sin keiserlichez houbet zimt ir also wol, 
daz si ze rehte nieman guoter scheiden sol: 
ir dewederz daz ander niht enswachet. 
35 si liuhtent beide ein ander an, 
daz edel gesteine wider den jungen süezen man:
	        

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