Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
da daz reine 
lamp aleine 
lac beslozzen inne. 
Dem lamme ist gar 
5 gelicli gevar 
der megde schar: 
die netnent sin war 
und kerent swar ez keret* 
daz lamp ist 
iu der wäre Krist, 
da von du bist 
nü alle frist 
gehoehet und gelieret, 
des bistü frowe geret. 
15 nü bite in daz er uns gewer 
durch dich des unser dürfte ger: 
du sende uns trost von hirnel her: 
des wirt din lop gemeret. 
Dü maget vil unbewollen, 
20 der Gedeones wollen 
glichest dü bevollen, 
die got selbe begoz mit sime touwe. 
ein wort ob allen Worten 
besloz dinr oren porten, 
25 daz siieze an allen orten 
dich hat gesüezet, süeze himelfrouwe. 
Daz üz dem worte erwahsen si, 
daz ist von kindes sinnen fri: 
ez wuohs ze worte, und wart ein man 
3ü da merket alle ein wunder an: 
ein got der ie gewesende wart 
ein man nach menneschlicher art. 
swaz er noch Wunders ie begie, 
daz hat er überwundert hie. 
35 des selben wunderseres hüs 
was einer reinen megde klüs 
wol vierzec Wochen und niht me 
an alle siinde und ane we. 
Nü blten wir die rnuoter 
40 und ouch der rnuoter harn,
	        

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