Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
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III, s. 106 — 108. 
i rißt 
Parteien gut oder schlecht aufsetzen, wie damahls der König die 
Krone, sondern sie Land ihr selber) liegt darin dafs Philipp nicht von 
einem deutschen sondern von dem erzbischof von Tarantasia gehrönt 
ivordcn ivar. dieser Spruch ist aber nicht aus jener zeit (s. zu s. 
18, 36. 19, 36), sondern er mufs Kurz vor der zweiten Krönung ge 
dichtet sein, bei der Philipp ganz in Walthers sinne, der fürsten 
Wahlfreiheit anerhennend, Königsnamen und Krone ablegte und nach 
einstimmiger ivahl am rechten ort, zu Achen, und vom rechten bischof, 
dem von Köln, gesalbt und geweihet ward (6. jan. 1205). 
30. kein A. 
31 = Trubs. 113 A. 34. ich vermute Wan sol in schulde und 
ere geben, der inanen dran geschiht. 
107, 2. den eren A. 
3 = Trubs. 114 A. 4. karlen zite A. 6. nu sint—strite A. 
die ivelt wird nicht immer böser: im goldenen Zeitalter Karls ivar 
weit tu eiliger recht als jetzt, nämlich damahls war die verwal 
tung des rechts einfach: jetzt Kann ein ding und zugleich das entge- 
gesetzte recht sein. 9. enem] einem man A. der richter wel 
cher dem ungetreuen sein unrecht für gut nimmt, Kann ihm nicht 
schaden: das ist gutes gericht, — nachgiebiges ohne ernst. 
10 = Trubs. 115^4. 12. e fehlt A. niht da her da bar be- 
kanden A. 13. nu sit si den Hst A. intwerhes] auf diese Ver 
besserung ist sowohl W. Grimm als ich verfallen, inthvrs A. 
* 17 = Trubs. 116 A. 20. ragen A. 25. in virmiden landen 
A. 26. hat ich A. 
29 = Trubs. 117 A. 30. tugent A. 34. der fürsl den der 
dichter behlagt starb jung: dies pafst unter Walthers behannten gön- 
nern mir auf Friedrich von Österreich, der im 24sten jalire 1198 in 
Palästina starb, dafs er geleret (litteratus) gewesen, wird zwar 
nicht ausdrücKlich berichtet: aber da der nachmahlige bischof zu 
Passau (1215 —1221) Ulrich Leopolds lehrer heifst, so wird er den 
nur zwei jalir älteren bruder wohl auch unterrichtet haben, in der 
vorher gehenden Strophe scheint der dichter zu erklären, er bliebe 
gern in Österreich, wenn er da ehre und gut hätte, er altrc vor der 
zeit, sagt er: er mochte nicht viel über dreißig sein, wäre er 1198 
im eigentlichen sinne vor seinen tagen gewesen, noch nicht einund- 
zwanzig jahr, so hätte er mit neun jahren angefangen zu singen: 
s. zu s. 82, 24. woher Kommt die angabe in Wackernagcls lesebuch 
3,2, 5. 1495, er sei 7iach 1175 am Rhein geboren? 
108, 5. nie manegen ziten A. 
* 6 = Truhs. 118 A. 8. nach im ist leicht vermutet, aber schwer 
die Wortstellung zu rechtfertigen. 9. besser waz frumet nu swaz
	        

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