Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

III, s. 104— 106. 
sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
ist nicht erweislich dafs Walther so spät noch in jener weise gesun 
gen hat (s. zu s. 25,29. 10); daher man die pfaffenwahl richtiger 
mit Wackernagel 2, s. 126 auf Ottos wähl am 1. mai 1198 deuten 
wird. 
* 33 = 104 A, 365 C. Diese Strophe steht in A einzeln zwischen 
liedern des zweiten luchs, in C unter den nachträgen aus A. 
105, 1. werden AC. 8. ruwe AC. 10. selde C. 11. langer A. 
*13= 108 A, 366 C. Auch diesen ton vereinzelt A, und C gielt 
ihn unter den nachgetragenen. die erste Strophe ist wohl 1215 kurz 
vor dem tode des landgrafen Hermanns gedichtet, der stark als er 
sich eien wieder von Otto hatte gewinnen lassen und im legriff' stand 
sich mit ihm zu verbinden, s. cliron. S. Petr. Erfurt. 1215 (Menken 
3,242). 20. priweten A. 22. ist duf so viel als diube? W. 
Grimm führt dazu folgende verse aus cod. vindob. 428. n° 212 an, 
/, ^c/.^ wer 0llc h dem diebe siner diufte machet stat, so enwirt er diuft 
f. 2g A nimmer sat. im Tundalus 50,14 diufe unt roubes. 25. diepstai 
zusammen AC. 26. dro A, du C. mag eins oder das andre richtig 
sein, immer fehlt ein fufs, den ich so wenig zu ergänzen als den 
sinn der zeile zu errathen weifs. keins der folgenden Sprichwörter 
scheint hieher zu passen, liep machet liebe durch liebe ze diebe 
(Neidhart im rosenkranz), betwungeniu liebe wirt dicke ze diebe 
(Freigedank 101,13), lieb würt umb lieb kaufft und verkaufft, liebe 
bringt (erwirbt) liebe, liebs zeucht (sucht) liebs(£e&. Franckens 
Sprichwörter (1541) 1, 34 rw. 56 rw. Gruters proverb. Germ, im flo- 
rileg. 2,71. 72). 
27 =109 A, 367 C. 28. ober wolte A. 29. minen dienst AC. 
31. das in min lob C. deich hat hier A: wo man diese form sonst 
finden wird, rührt sie von mir her, und die handschriften haben daz 
ich. 35. erlazet A. 38. straze AC. 
106, 1. ist A, ich C. 2. ge warte A, warte C. 
3 = 110 A, 368 C. 4. wir kennen nur das eine lob s. 12, 5. 
5. gedenke A und nach den proben C, gedenket in der Sammlung. 
7. s. zu s. \2, 3. 11. wie konnte Walther dem markgrafen nützen? 
und wann? 12. so vuoge A. 13. iht] reht AC. 15. waz 
scheint Bodmer in Casparsons vorr. z. Willi, v. Or. 1, III für waz 
dar umbe zu nehmen, ich kenne kein solches waz. Walther droht 
(vcrgl. z. 10. 11): das richtige scheint also wan, 'nur aber'. so auch 
W. Grimm zu Freidank s. CII. 16. erwirbet verbessert Bodmer 
n. a.o. der dichter meint aber c manches geht verloren, weil man sich 
nicht darum bemüht.' Sei. Franckens Sprichwörter 1, bl. 22 vw. auch 
3z,a.
	        

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