essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267
III, s. 62. 83.
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tninne singen: er war also gcwifs nicht der meinnng dnfs diese poesie
erst hei seiner erinnerung (er mochte 1170 gehören sein) von den
fahrenden an die cdeln gekommen wäre, und so mufs man auch, um
die vierzig jahre die Walther sang (s. 66, 27) heraus zu bringen,
seine ersten jugendversuche noch vor 1190 setzen, etwa 1187. aber ^
weiter als 1170 gehn die namen der liederdichter nicht zurück. äl
ter sind Kürnherg und der bürg graf von Regenshurg nicht (s. zu
den Nibelungen s. 5); Meinlo von Seflingcn und Spervogel (Haupt,
vorr. zuHartm. liedern s. XVI f.) jünger als Kürnherg, weil sic ein
zeln schon überschlagende reime haben, selbst neben ungenauen:
Dietmar von Eist bequemt sich sogar zu den künstlich verschlunge
nen versen der folgenden dichter, vielleicht er unter jenen allein:
wenigstens gesellet nur ihn Heinrich vom Türlein zu Reinmars eben
falls verstorbenen Zeitgenossen (die dö waren), Heinrich von Rucke,
Friedrich von Hausen, Ulrich von Gntenburg, Hang von Salza, in
dieser reihe ist wohl der von seinen kriegsgenossen so schmerzlich
beweinte Friedrich von Hansen der bedeutendste: er, scheint es, ver
suchte zuerst künstliche töne, und zuweilen lieder von beträchtlicher
länge mit strengerem Zusammenhang *). Heinrich von Veldeke, den erst
der Marner als liederdichter lobt, wird Hausens iveise gefolgt sein,
so dafs er sich höchstens durch den genaueren reim auszeichnete. —
höchst schädlich sind irrthümer die durch mifsbrauch von urkunden
das bild der deutschen poesie verzerren; dafs Dietmar von Eist 1143
gedichtet habe, Leutold von Seven 1147 bis 82, Spervogel um 1230.
so, wenn Gervinus (geschickte der deutschen dichtung 1, s. 326) auf
solchen irrthümern fufsend ganz richtig schliefst, unter denen die
das eigentliche minnelied 'aufs feinste ausgebildct und am reinsten
gehalten haben’ scheine uns der vorzüglichste ganz zu fehlen, ivie
soll man sich den, von 1147 an, mit seiner vollendeten ausbildung
einsam denken zwischen den zarten naturlauten und der armen kunst
der übrigen? 31. nie wolti vir driessin a. 34. und hettist an-
dirs nilit won a. 35. ein] din a. den nämlichen fehler hat C in
Reimars Hede selbst (MS. \, 67 a ), aber ABE das richtige. du
bettest an ir lob alse gestritin. daz ellu wib dir iemir ginadin soltin
bittin a.
83, 1 = 31 C, 23 a. 2. michel a. 5. wil ich a. 6. edel a.
7. froiden C. 8. woltust und 11. mochtnst a. 10. daz der ver
dorben ist a. Nach dieser Strophe sind in a neun unbeschriebene
zeilen für eine dritte desselben tons.
Greiths spicilegium Vaticanum s. 163) kann es nicht sein, weil er
nach Sljähriger regierung zwischen 1206 und 8 gestorben ist.
*) Die Strophen II. 12 C sind von 1175. 5. Haupts vorr. s. XVI.
-y-A a yi-aup+S
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