Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

186 II, s. 61, 32. 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
5 so ich zuo frauden niht enkan. 
so get ez an ein scheiden, des 
pflac ich von kinde gerner denne ieinan. 
in ruoche wer min dor üm lachet, 
zware wünschen unde wenen 
io hat mich dicke fro gemachet. 
Ich wünsche so werde daz ich noch gelige. 
hi ir so nahen daz ich in ir äuge sehe, 
und ich ir also vollenclichen angesige. 
swes ich sie denne frage daz sie mirs veriehe. 
15 so sprich ich wildus immer me. 
beginnen du vil selic wip 
daz du mir aber tuost so we. 
so lachet sie vil minnecliche. 
wie nu swenne ich mir nu so gedenke 
20 bin ich von wünschen denne niht riche. 
Min ungemach daz ich durch sie erliden hau. 
swenne ich mit senenden sorgen also sere ranc. 
sol mich daz also deine wider sie vervan. 
han ich getruret ane Ion und ane danc. 
25 so wii ich mich gehaben baz. 
waz ob ir denne lieber ist 
min fraude denne min truren ich wünsche auch daz 
und sint ir denne beide uminere. 
so spilt ich denne des einen gerner 
so denne iens daz do gar verlorne were. 
Owe daz mir so maniger (l. manegiu) missebieten sol. 
daz clage ich hüte und immer rehter hofesclieit. 
ir ist doch lützel den ir schapel ste so wol. 
ich enfünde in doch ein hertze werendez (?) leit. 
35 und wer er (l. et) von in anderswa. 
wenne daz ich gerne bi ir (l, in) bin 
daz ist der schade ich bin oc gerne da. 
des muoz ich missebieten leiden, 
ie doch swer sine zulit behielte 
40 dem stuende ein schapel wol von syden. 
trotz dem vervan statt vervahen im reim, und trotz den argen Ver 
derbnissen, die manches ganz unverständlich machen, sind diese Stro 
phen zum theil gewifs echt; namentlich die zweite, in der man nur
	        

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