Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
150 I, s. 26, 2. 
ein hüs üf aller schänden bau 
hin buwen als den siechen üf dem velde. 
wand er ist aller tugende fül: 
so als ein unversunnen mul 
stet er vil üf aller hande melde: 
er slunde alsaine ein ruoch alleine 
gerne sine habe gemeine 
naht und tac zuo aller stunt. 
55 ouwe daz dich getruoc ie wibes künne! 
daz was ein jsemerlichiu swsere. 
gote bist dü gar unmeere, 
deist mir von dir worden kunt, # 
dü arger zage, dü snoedez vaz unreine. 
60 wol hin dem tiuvel in den munt! 
Got hat im rehten sin gegeben, 
swer an im selben hat daz leben 
daz man in für gehoften man erkennet, 
deme ist sür und süeze kunt: 
65 an schänden wirt er niht enzunt, 
ob er den sin gehoftes muotes wennet. 
ein bispel kieset an Adame, 
do Kaym, sin veiger same, 
zuo der werlde wart geborn: 
70 in ungehöfte sluog er sinen bruoder, 
Abel den vil tugende riehen, 
deme sin opfer werdeclichen 
wac dö für den gotes zorn. 
vor gotes ougen sint die ungehoften 
“5 sam nezzelkrüt und scharpfer dorn. 
c Durch got dü sage mir, meister min: 
sich, daz geteilte wese din: 
daz beste kius al under disen beiden, 
dü solt bi dem verholten \\esen, 
so bi ungehoftem man genesen. 
der zweier solt dü mich durch zuht bescheiden.’ 
kint, dü tuost eine tumbe frage, 
49. duoginde fol H. 51. etwa er vil tumbe. 
68. da H. 80. ungehoftin //. 
62. wer H,
	        

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