Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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I, s. 12. 
© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
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im vinden. rt&er Walther hatte s. 106,8 teo/M die böhmische kröne 
gemeint: s. zu s. 11,6. 
6 = 81 A, 360 C. diese und die folgenden Strophen sind in C un 
ter den aus der quelle von A nachgetragenen', daher stimmen beide 
handschriften genau überein. 8. ir hab C. die ere A. er 
hat Bodmer: ir liant AC. 12. Cäsarius von Heisterbach läfst 
(mirac. 4, 15) eitlen kreuzfahr er von einer saracenischcn Prophezeiung 
erzählen: ivie es in ihren büchern heifse, werde ein christlicher kai- 
ser Otto Accon und Jerusalem der Christenheit gewinnen; und setzt 
hinzu Nos ista audientes sperabamus quia prophetia illa implenda 
esset in Ottone imperatore Saxone, qui ante aliquot annos defunctus 
est. Otto der vierte selbst sagte vor seinem tode (orig. Guelf. 3, p. 
363), er habe nach seiner römischen krönung das kreuz genommen, 
und dasselbe seitdem, vor den leUten verborgen am halse getragen in 
erwartung der möglichkeit eines kreuzzuges. hatte Walther davon 
etwas erfahren? oder spricht er, wie Wackernagel 2, s. 142 meint, 
nur im sinne der allgemeinen bcgeistcrung die im jahr 1212 sogar 
einen kreuzzug französischer und deutscher kinder erregte? dafs er 
schon vor 1212 seinen eifer gegen die heulen gerichtet habe, ist un- 
erweislich : denn s. 79,1 —16 finde ich kein merkmahl einer bestimm 
ten zeit. aber der leich muß älter sein: sonst würde der kreuzzug 
Vorkommen, die Simonie kommt vor, s. 6, 39, und der widerstreit 
zwischen ivorten und werken, s. 7, 12, ivie in den sprächen s. 33, 6. 
36: die Steigerung des letzten vorwurfes, $. 34, 29, kann erst dem 
vorwurf selbst gefolgt sein (vergl. z. 33). in dem gesange des kreuz- 
heers s. 76, 22 und in dem des ankommenden kreuzfahrers s. 14, 38, 
die ich am liebsten in die zeit der noch neuen begeisterung setzen 
möchte, wird das trübe, tvas gegen pabst und pfaffen zu sagen war, 
verschwiegen, weil der dichter die gemeinsame Stimmung darstellen 
will, nach 1213 hat er, soviel ich finden kann, erst wieder am ende 
des jahres 1227 seine gesinnung auf den kreuzzug gewandt. 
15. in fehlt Ä. 16. er 7iach da fehlt A. 
18 = 82 A, 361 C. 19. machet C. 21. arbeit A, erbeit C. 
22. suenen A. 23. ü C. 25. am AC. tiigent A. 26. des 
AC. Uhland deutet (s. 135) das wapen auf Friedrich II {vergl. 
Wackernagel 2, s. 143): aber es paßt auch auf Otto, und wie könn 
ten Friedrich und er in demselben tone besungen sein? bei der krö 
nung zu Rom führte er im Schilde den halben adler und drei löwen. 
dies sagt als augenzeuge der dichter des Welschen gastes im achten 
buch. s. origin. Guelf. 3, 322. 323. auf den münzen daselbst bei s. 
374 ist der halbe adler und der löwe. "Der halbe adler ist wappön 
des herzogthums Sachsen, worüber auch Conrads schwanrittcr 915 
Tarnetj 'j.Afanhr
	        
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