Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
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I, s. 10. 11. 
und die pfaffen zu strafen, die durch Versündigung des hannes zum 
ungehorsam und zur Verweigerung von gut und leuten reizen. 
1 = 1 ß, 4 C. das zweite bist fehlt B. 2. gedaehten BC. 
arbeit B, erebeit C. 3. dir sint beidu ungemessen BC. beidin hier 
und beide z. 11 streicht Simrock 1, s. 171 mit recht, die bedenkli 
chen lesarten der allzu gleichen handschriften z. 19 und 35 machen 
die Verschiedenheit dieses tons von dem s. 84 nicht glaublich. z. 27 
stimmt mit ihm überein. 6. nngeahtet BC. 7. betage B. 
9=2 B, 5 C. der maegde BC. 11. liaiden baide sin BC. 
alse B, als C. 13 und 15 fehlen B: C hat folgende ordnung, 
9. 10. 11. 14. 13. 15. 12. 16. 15. meinen C. 16. unrainer B, 
unreine C. 
17 = 3 B, 6 C. 19. niemen BC, ohne versrnnfs, und die nega- 
tion ist unrichtig: denn die meinung ist 'wenn nicht genug zum kreuz- 
zuge geben und kommen wollen.* 20. sich B, si C. 
25 = 4 B, 7 C. 26. ich ir bant B. 27. singe B. manigen 
B, mengem C. ich ziehe in diesem wortc dfts a vor, wenn es eine 
handschrift giebt. 28. I. got got.waren (weren C) atmuosaenere 
BC. 29. in erste gelt der B, ir erste teil der C. 30. gewist 
da da B. 31. wol fehlt BC. 
33 = 5 B, 8 C. 34. irre C. 35. gotesliuseraere ir BC, und zwar 
B mit st. aber die form ist ivunderbar, und s. 9, 34 stand diu goteshus. 
11, 2. deutlicher wäre man swenke in lilite engegene. 3. kilchen BC. 
diese alemannische form habe ich überall getilgt. 4. ieze B. 
* 6 == 6 B, 9 C. Das schwanken der politischen ansiclit unseres 
dichters ist nur scheinbar, der echte könig ist ihm der die königs- 
krone auf dem haupte trägt (19,2)*). so war er erst Philipp zuge- 
than (s. zu s. 19,36), und wohnte erst nach landgraf Hermanns Un 
terwerfung in Thüringen (zu s. 20,4). nach Philipps tode, und nach 
dem Otto Martini 1208 zu Frankfurt die königliche kröne und die 
reichskleinode erhalten hatte, ivird auch Walther den einstimmig ge 
wählten als den rechten könig anerkannt haben, wie der landgraf, 
an dessen hofe er sich scheint fortdauernd aufgehalten zu haben (s. 
*) Allzu buchstäblich mufs man dies aber nicht nehmen. Wackernagel 
bemerkt 2, s. 155 ganz richtig dafs erst nach Ottos tode, und dann 
noch nicht sogleich, dessen bruder pfalzgraf Heinrich dem könige 
die reichskleinode überlieferte. Otto war von Johannis bis Mar 
tini 1208 allein könig, aber ohtic kröne, die bischof Konrad von 
Speier seit Philipps tode auf Trifels behielt, nur in diese zeit, 
oder in jene ( mai 1218 bis juli 1219), pafst der scherz oder spott 
graf Ottos von Bodenlaube (MS. 1, 15"}, der kiinec alsö den wei 
sen hat, daz ime den nieman schinen lat: behalten ist min frowe 
als er.
	        

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