Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
des sol si mir wizzen danc: 
wan ich wil iemer durch si fröide meren. 
wol mac si min herze seren: 
waz danne, ob si mir leide tuot? daz kan si wol verkeren. 
5 Daz enkunde nieman mir 
geraten daz ich schiede von dem wäne. 
kert ich minen muot von ir, 
wä funde ich deune ein also wol getane, 
diu so waere valsches ane? 
io sist schoene und baz gelobet denne Elene und Dijane. 
Hoera Walther, wiez mir stät, 
min trutgeselle von der Vogelweide, 
helfe suoche ich unde rat: 
diu wol getane tuot mir vil ze leide. 
15 künden wir gesingen beide, 
deich mit ir müeste brechen bluomen an der liebten beide! 
G., gebe ir iemer guoten tac 
und läze mich si noch gesehen, 
diech minne und niht erwerben mac. 
20 mich müet daz ich si horte jehen 
wie holt si mir entriuwen waere, 
und sagte mir ein ander maere, 
des min herze inneclichen kumber lidet iemer sit. 
ouwe wie süeze ein arebeit! 
25 ich han ein senfte unsenftekeit. 
f Got hat vil wol ze mir getan, 
sit ich mit sorgen ininnen sol, 
daz ich mich underwunden hän 
dem alle liute sprechent wol. 
30 im wart von mir in allen gaben 
ein küssen und ein umbevahen: 
do schoz mir in min herze daz mir iemer nahe lit s 
unz ich getuon des er mich bat. 
ich taetez, wurde mirs diu stat.’ 
35 Ich waere dicke gerne fro, 
wan daz ich niht gesellen han. 
nü si alle trürent so,
	        

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