Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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daz dien jungen fröide tuot so relite wt*. 
war zuo sol ir junger Ifp, 
da mit si fröide solten minnen? 
hei wolten si ze fröiden sinnen! 
5 junge man, des hülfen iu diu wip. 
a. Nu bin ich iedoch 
frö und muoz bi fröiden sin 
durch die lieben, swiez dar under mir ergat. 
min schin ist hie noch: 
io so ist ir daz herze min 
bi, daz man mich ofte sinnelösen hat. 
hei solten si zesamene körnen, 
min lip, min herze, ir beider sinne! 
daz si des wol wurden in ne, 
t5 die mir dicke fröide hant benomen. 
Yor den merkseren 
kan nu nieman liep geschehen: 
wan ir huote twinget manegen werden lip. 
daz muoz beswseren 
20 mich: swenn ich si solte sehen, 
so muoz ich si miden, si vil sselic wip. 
doch miieze ich noch die zit geleben, 
daz ich si willic eine vinde, 
so daz diu huote uns beiden swinde; 
25 da mite mir wurde liebes vil gegeben. 
Yil meneger fraget 
mich der lieben, w r er si si, 
der ich diene und allez her gedienet hän. 
30 mich, so spriche ich c ir sint dri, 
den ich diene: so hab ich zer vierden wan.' 
doch weiz siz alleine wol, 
diu mich hat sus zuo zir geteilet. 
diu guote wundet unde heilet, 
35 der ich vor in allen dienen sol. 
Nü, fr owe Minne, 
kum si minneclichen an, 
diu mich twinget und also betwungen hat. 
brinc si des inne, 
40 daz werdiu minne twingen kan.
	        

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