Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
diu begonde schrien, 
daz alle krä gedien 
als ich in des günne! 
si nam mir michel wiinne. 
5 von ir schrienne ich erschrac 
wan daz da niht Steines lac, 
so wser ez ir suontac. 
Wan ein wunderaltez wip 
diu getroste mir den lip. 
io die begond ich eiden: 
nü hat si mir bescheiden 
waz der troum bediute. 
daz hoeret, lieben liute. 
zwen und einer daz sint dri: 
15 dannoch seit si mir da bi 
daz in in dume ein vinger si. 
W az ich doch gegen der schoenen zit 
gedinges unde wänes han verlorn! . 
swaz kumbers an dem winter lit, 
20 den wände ich ie des sumers han verhorn 
sus sazte ich allez bezzerunge für: 
swie vil ich trostes ie verliir, 
so hat ich doch ze fröiden wän. 
dar under misselanc mir ie: 
25 in vant so stsete fröide nie, 
si wolte mich e ich si lan. 
Muoz ich nu sin nach wäne fro, 
son heize ich niht ze rehte ein sselic man. 
dem ez sin sselde fiieget so 
30 daz im sin herzeliep wol guotes gan, 
hat oucli der selbe fröiderichen sin, 
des ich vil leider ane bin, 
son spotte er niht dar umbe min, 
ob im sin liep iht liebes tuot: 
35 ich waere ouch gerne hohgemuot, 
möht ez mit liebes hulden sin. 
Er sselic man, si sselic wip, 
der herze ein ander sint mit triuwen bi!
	        

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