Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

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si kam in valschez herze nie. 
Ez ist in unsern kurzen tagen 
nach minne valsches vil geslagen: 
5 swer aber ir insigel rehte erkande, 
dem setze ich mine warheit des ze pfände, 
wolt er ir geleite volgen mite, 
daz in unfuoge niht erslüege. 
ti.ru si,z. minn ist ze himel so gefüege, 
10 daz si dar geleites bite. 
6jio,z. 
R«t ze hove, Dietrich. 
f herre, in mac.’ waz irret dich? 
p in hän niht rosses daz ich dar gerite.’ 
ich lih dir einz, und wilt du daz. 
15 'herre, gerite al deste baz/ 
nü stant also noch eine wile, bite. 
wedr ritest gerner eine guldin katzen, 
ald einen wunderlichen Gerhart Atzen? 
'semir got, und seze ez höi, ez waer ein frömdez pfert. 
20 im gent diu ougen umbe als einem affen, 
er ist als ein guggaldei geschaffen. 
den selben Atzen gebent mir her: so bin ich wol gewert/ 
nu krümbe din bein, rit selbe dar liein, sit du Atzen hast gegert 
Owe daz wisheit unde jugent, 
25 des mannes schoene noch sin tugent, 
niht erben sol, so ie der lip erstirbet! 
daz mac wol klagen ein wiser man, 
der sich des schaden Versionen kan, 
Reimär, waz guoter kunst an dir verdirbet. 
30 du solt von schulden iemer des geniezen, 
daz dich des tages wolte nie verdriezen, 
dun spraeches ie den frowen wol 
des sün si iemer danken diner zungen. 
hetst anders niht wan eine rede gesungen, 
35 f so wol dir, wip, wie reine ein nam!’, du hetest also gestriten 
an ir lop daz elliu wip dir gnaden soltfen biteri.
	        

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