Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

sches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L 267 
' 
xmAISL. 
76 
III — 
Die toren sprechent snia sni, 
die armen liute owe owi. 
des bin ich swaere alsam ein bli. 
der wintersorge han ich dri: 
5 swaz der unt der ander si, 
der wurde ich alse schiere fr«, 
waer uns der sumer nahe bi. 
E danne ich lange lebt also, 
den krebz wolt ich e ezzen rö. 
io sumer, mache uns aber fro: 
du zierest anger unde 16. 
mit den bluomen spilt ich do, 
min herze swebt in sunnen ho: 
daz jaget der winter in ein stro. 
15 Ich bin verlegen als ein su: 
min sieht har ist mir worden ru. 
süezer sumer, wa bist du? 
ja saehe ich gerner veltgebu. 
e daz ich lange in selber dru 
20 beklemmet waere als ich bin nu, 
ich wurde e münch ze Toberlu. 
yzi.wy/. 
, Vz.'Vii s (i eze wajre minne, 
berilite kranke sinne. 
I 
got, dur din anbeginne 
25 bewar die kristenheit. 
din kunft ist fronebaere 
übr al der weite swaere. 
der weisen barmenaere, 
hilf rechen disiu leit. 
30 loeser uz den sünden, 
wir gern zen swebenden ünden. 
uns mac din geist enzünden, 
wirt riuwie herze erkant. 
din bluot hat uns begozzen, 
35 den himel uf geslozzen. 
nu loeset unverdrozzen 
daz herebernde lant. 
verzinset lip und eigen.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.