Full text: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide

essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm 
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daz kumt von siner frümekeit. 
troestet mich diu guote alleine, 
diu mich wol getroesten mac, so gcebe ich utnbe ir niden kleine. 
Ich wii al der werlte sweren uf ir lip: 
6 den eit sol si wol verneinen: 
si mir ieman lieber, maget oder wip, 
diu helle müeze mir gezemen. 
hat si nii deheine triuwe, 
so getruwet si dem eide und entstet inins herzen riuwe. 
Herren unde friunt^ nü helfent an der zit: 
daz ist ein ende, ez ist also, 
ich enbiute iu ininen minneclichen strit. 
ja enwirde ich niemer relite fro: 
mines herzen tiefiu wunde 
15 diu muoz ieiner offen sten, si enküsse mich mit friundes munde, 
mines herzen tiefiu wunde 
diu muoz iemer offen sten, si enheiles uf und uz von gründe, 
mines herzen tiefiu wunde 
diu muoz iemer offen sten, sin werde heil von Hiltegunde. 
T^Mxs^.ad\lfO^.. 2Q 'Ne-nt. frowe, disen kränz:’ 
mht j.«37. 9 9 , 
also sprach ich zeiner wol getanen maget: 
f so zieret ir den tanz 
mit den schoenen bluoinen, als irs üffe traget, 
het ich vil edele gesteine, 
25 daz müest üf iuwer houbet, 
obe ir mirs geloubet. 
set inine triuwe, daz ichz meine.’ 
Si nam daz ich ir bot, 
einein kinde vil gelicli daz ere hat. 
30 ir wangen wurden rot, 
same diu rose, da si bf der liljen stät. 
do erschampten sich ir liebten ougen : 
do neic si mir vil schone, 
daz wart mir ze lone: 
35 wirt mirs iht mer, daz trage ich tougen. 
rr wWjfcnTnfi^
	        

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