Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

daz redest du, und alles daz der tüfel in dich geschütcn 
mag, daz leßest du alles vollen uz dinem münde. Owe! 
da; ie dehein taust «st dich qwam! wie du dez dauffes 
und dez cristcntümes verleukent hast! Und alles daz man 
dir git, daz git man dir mit fünden. Wanne sie müßen 
got dar umb antworten an dem iüngcstcn tage, die dir 
gebent. Also git man dirs mit fünden, und also cnphe- 
hest du ez mit fünden und auch mit schänden. Wol hin, 
ob du iergcnt hie bist! Wann du bist uns aptrünig wor 
den mit schalkeit und mit leckerie, und do von solt du 
zu dinen genozen den aptrdnigen tüfeln. Wanne du hei 
ßest nach den tüfeln und bist halt nach in genennet. Du 
heißest lasterbalk; so heißet din geselle schau dolf; so heißet 
der Hagedorn; so heißet [bcr] hellefüwer; so heißet der 
Hagelstein. Also hast du manigen lasterbcrn »amen, alS 
din gesellen die tüfele, die aptrünig sint. — Ir andern 
köre, wo ir aptrünig worden sint, so gewinnet allcsampt 
wäre ruwe, und kümpt zu lüterre bihte und zu büße nach 
gotes gnaden und nach uwcrn statcn, und gewinnet wäre 
rüwe und die hulde unsers Herrn; so ist der minneeliche 
got so erbarmig, daz er uch zu hülden lct kumen. Wanne 
er hat uch doch hart erarnet, und ist im der schätz ane 
mazzen liep, der cristenmcnschen selc. Und swanne ir uch 
über uch selbe erbarmen wollent, so erbarmet sich got 
auch über uch, und enpheht uch mit gutem willen, »ü 
zum ersten an der sele und an dem iüngcstcn tage an 
dem libc und an der sele. Daz uns daz allen wider var, 
dez helfe uns der almehtigc got. Amen»
	        

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