Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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libe, do gnügete in dannoch niht, er habe uch dannoch 
lieplicher gewinnet. Da er die bittern martel durch unS 
an dem cruce leit, da; waz die graste Minne und die 
graste liebe, da ie von gebort wart. Da gnüget' in 
dannoch niht an, er habe uns nach im eigenlichem na- 
men sgenennet^ 3). Er heißer ihesus tristus. So hat 
rr den acker aber ba; dem himelrich gelichet, da; er hei 
ßet die heilige rristenheit, unb w>r cristenlüte heißen nach 
im cristen. Ir reinen cristenlüte, nu habt den almehti- 
gen got liep; und seht, wie licp uch der almehtige got 
gehabt hat. Und da gnüget' in dannoch nit an, er habe 
uch fürba; geminnet; wanne er hat die heilige cristenheit 
aber ba; gelichet dem wünneclichen himelrich. Da; hi 
melrich ist geziert und geert mit zehen kbrn der heiligen 
engel; der ist einer schbnre und hoher, dann der ander; 
und die nydcrn köre, die hat unser hcrre also geordent, 
da; sie den obern ettelicher dinge undertenig fint; so sink 
banne die obern köre, da; ste den rindern ettelicher dinge 
her wider schuldig sint umb den dienst, den sie in die- 
nent. Und also hat der almehtige got die heilige cri 
stenheit glichet dem himelrich, und hat zehen Hände lüte 
uf ertriche geordent in der heiligen cristenheit; der sint 
ein' 4) auch ie hoher banne die andern, und die nidern 
müßen den obern undertenig sin mit dinsten; so sint die 
obern den nidern wider umb ettewaz schuldig, als die 
3) das Zeitwort kann wohl hier nicht füglich gemißt werden. 
4) — einige. 
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