Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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heit her für könne gesagen. Da von so habent sie die 
freudc under in. Gott güßct die gnade in die sele; die 
feie düt ez dem libe künt; der lip enderbct sie der freude 
mit allen den sinnen." — Hie von spricht sant Paulus: 
Ich weiz einen menschen, der wart vcrzucket in den dri- 
ten himel. Der fach da und horte, daz uns niht müge- 
lich zu reden ist. Ich enweiz auch ob ez in dem libe 
oder uz dem libe si. Daz er spricht: „ich weiz einen 
mensche»", darnach: ich enweiz, wie ez geschah; also ist 
dem menschen. Dez ersten weiz er wol, so er sin begin 
net, und zu gebete get, daz er gvt süchet und meint 
mit der andaht. Darnach enweiz er wie im gcschiht. 
Swie hoch die gnade ist, so künimct underwilen der Zwifel 
wol dar zu, daz er dar an zwifelt, ob im rehte si; wanne 
er eht niht enweiz, waz ez ist. Er spricht, ez ensi niht 
mügclich da von zu reden. Wanne sie künnent niht war 
da von gesprcchcn, und müz verborgen sin, mag wol 
Heizzen verba abscondita, und mag auch wol heißen 
manua abscondita. —
	        

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