Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

Wege au« den Sünden heraus und in'- Himmelreich hinein. — 
i) Beschaffenheiten, Zustände und Thätigkeiten des Menschen — 
ile Pr. „Da; etteliche iehent: tu da; güte und la; da; übel". 
Text „Ir sult wise sin, daz uch iht geschehe als unwisen 
lüten". (wahrsch. Eph. 5, i5.) 
Jisit höchste Weisheit ist die, womit die Seele behütet 
vor Hauptsünden und damit vor den mannigfaltigen Listen 
des Teufels« Hieran haben die Heiligen alle ihre Kunst 
gelegt, wie wir Christen uns davor behüten; und den 
noch kommen gar zu viele hinein; Heiden, Juden und 
Ketzer werden ohnedies verdamnit. — Darum hat St. 
Augustinus tausend Bücher gemacht und St. Bernhard 
und St. Gregorius und St. Dionysius rc. Dafür hat 
die Christenheit zehntausend Bücher. Mag einer auch 
Einsicht haben von den Sternen und von ihrer Kraft 
und ihrem Laufe oder von den Wurzeln und Sanien 
und Kräutern, oder von den Edelsteinen und ihrer Kraft 
und Farbe rc.: können sie diese Kunst nicht, so sind sie 
eitel Thoren, und wahnen doch, daß sie weise seien. So 
meint mancher, der nicht einen Buchstaben lesen kann.
	        

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