Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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wann 3o) die hüte dez engels, wanne -er eine tot fünde ge- 
tete. Her iüde, uch hete der tufel langes den hals ge 
brochen abe, wanne uwer enget, der mver do hütstl Da; 
selbe tete er auch den Heiden und den ketzern. Wann 
sie menschen sint, und nach gote gebildet sint, de; let er 
sie auch geniezen, und git in die. engele zu hüte.'Und 
rchte als der babst ein fürste ist über alle pfaffeheit, 
und der keiser ein fürste ist über alle werltliche rihter, 
also ist sant michahel ein fürste über alle die engele, die 
der menschen hüten uf ertriche, und die über die laut 
smiderlichen gesetzet sint. Der selbe ist auch herre über 
alle, die der menschen pflegent in dem lande. Und 
banne 3i) sant michahel ist herre über sie alle, do von 
bogen wir im ein hochgczit hie uf ertriche, und vigern 
im einen tag. Daz dut man dcheinem engel mere, banne 
im und sinen gesellen, die unser do pflegen. Und man 
malt als 32) esn wage in die haut, und heißent in den 
weger. Daz ist da von, daz er uns wiget vor de; tu- 
fels frcisen. Wir lesen von Hern thvbias: do er sine» 
/sü» sante verre und verre, do het der tufel sieben man 
erwürget bi einer frauwen; do beschirmete unser herre dem 
So) „wann"----wäre nicht, s.v.a. ohne; das folgende „wanne"----- 
wenn. 
3>) banne — wanne, wenn nicht dieses sogar dafür gefetzt wer 
den muß. 
h) Man erwartet: „im" (ibin); „als" würde stehen, wie noch 
izt z. B. in der schwäbischen Volkssprache, zur Bezeichnung 
des Gewöhnlichen, anstreifend an „allez" ---- allezeit, stets.
	        

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