Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

litt Pr. „Von sieben über grozen fünden''. 
rr*Sd) freuwe mich uf dich und min freude Wirt an dir 
vvllebraht" — spricht der Herr zu allen, die seinen Wil 
len thun. Dreierlei Leute machen Gort unbeschreiblich 
froh, viel mehr, als wenn ein Kranker gesund, ein Blin 
der sehend würde. Die ersten, die immer vor tödtlichen 
Sünden sich gehütet haben und hüten wollen. Noch fro 
her, wiewohl er allezeit froh ist und nimmer traurig wird, 
machen ihn die, die guter Dinge „gewonhaft" werden und 
in Gottes Dienste bleiben» Davon wird auch sein Lob 
gemehrt. Am allerfrvhstcn machen ihn die, die in gutem 
Leben sterben. Denn so lange der Mensch lebt, hat er 
freie Willkühr, ist schwach am Fleische, und hat drei starke 
Feinde, deS Fleisches Gier, der Welt Süßigkeit, und des 
Teufels Rathe. Gott helfe mir „daß ihr ihn also er- 
freuwet, daß ihr ewig froh seid". — Eben so machen drei- 
erlei Leute den Teufel froh. Ob wohl er nicht froh wer 
den kann, so hat er doch seine Freude an ihnen. Denn 
«r ist Gott so feind, daß er keine Zuversicht zu ihm hat;
	        

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