Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

fahrt re. So kommen viele Tausend zur Hölle, die dann 
gerne auf jegliche Weife büßen möchten; aber dann ist'S 
zu spat. Ihr, die Gott geschaffen und nach ihm gebil 
det, und mit seinem Namen benennet, und mit seinem 
Tode erlöst, seid doch zu edel dazu, in des Teufels Strik 
ten zu liegen» Preist und lobet damit den almachtigen 
Gott, der euch bis jetzt hat Frist gegeben. Ihm ist's 
lieber heute als morgen. Täglich rufet der h. Geist: 
bekehret euch heute! Und der Teufel schreiet: warte bis 
morgen. Das Taublein, das den h. Geist bedeutet, ruft 
immer: „hodie! hodie! daz spricht von latin ZU tütsche: 
hüte! hüte!" Der „Rappe" aber, der den Teufel bedeu 
tet, weil er schwarz ist und eine scharfe Stimme hat und 
einen unreinen Athem, schreit: cras.'cras! Und wohl 
dreißigmal mehr folgen dem Teufel, als dem h. Geist 
u. s. w. —
	        

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