Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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Tier werden mäht. Also gar blendet dich die hohvart; 
sie mach dich hast so gar blint, daz du wenest, daz dir 
gar übel stet/ da; dir daz wol stee. Und der dirs gar wol 
füget, so du ez hörest, als du im banne den rücken ke- 
rest, so sprichet er: „wie der ein betrogener gauch und 
tor ist, oder ein törinne!" — Und swaz ich zu dem manne 
do fpriche, daz sprich ich auch zu der frauwen, und zu 
der frauwen als zu dem manne.— Und als gar erblen- 
det dich die hohfart, daz du dez wilt wenen, daz schände 
ere st, und daz fünde almusen st und almüsen fünde, und 
übel gut st, und guet übel st. Seht, als gar erbleichet 
dich die hohfart, daz du dez allesampt wenen wilt und 
die mit grozer hohfart umb gen. Und daz daz war st, 
daz ertzeuget uns der almehtig got an einem unseligen 
in der alten ec. Und swaz uns guter dinge und ubeler 
in der nuwen ee künftig waz an unsere seien, daz hat 
uns got alles ertzeuget in der alten ee an der lüte leben. 
Und also hat er uns ertzeuget, npie gar die hohfart alle 
die gewißende erbleiche, die an den ist, die mit grozer 
hohfart umb gent. Daz hat uns got ertzeugt an dem 
kÜnige alez-ander. Der waz gar ein getürstig man und 
ein wiser man, daz er daz merre teil der werkte betwang 
mit manneheit und niit witzen. Und der wart der gro 
ßen töre einre, den die werlt ie gewa». So gar blint 
mähte in die hohfart, daz in die groze blindheit der hoh 
fart dar zu brahte, daz er wolte wenen er mühte vier 
ding getün, die alle die wcrlte nit getün mohte, banne 
got alleine. Daz erste ist, daz der künig alexander wolte
	        

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