Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

andern Planeten mit im umb mit den sternen, und zuhet 
den sünnen 8). Und also teufet der hymel mit den ster- 
nen umb und umb, und der andern stemen ein michel teil. 
Die ietz ob uns stnt, die sint nu zu mitternaht under uns. 
Und do von so sprechent senieliche lute, ez, st ein werkt 
nuder uns, und die habent die fuße gegen uns aekcrt: 
und dez enist in deheine wise niht. IS'iliil est in funda- 
mento etc. Im ist reht also, da; diese merlt uf nihte 
schwebt. Und swie groz die berge sin und wie swer sie 
sin, so stent sie cht uf nihte; wanne daz ez eht alleS 
swebt ledecliche; reht als ein vogel, der in den lüsten 
ietzunt ob uns swebct, und reht an einre stat stille stünde: 
also swebt die werkt uf nihte, wanne uf der craft unsers 
Herren. Und daz ez möglich were daz inan ein grübe 
durch und durch daz ertriche mohte gehauwen, so seht ir 
ietzü bi dem tage durch daz ertriche under uch hin abe 
die sterncn an dem himele, als ir sie saht oben an dem 
himel obe uch. Wanne eht der himcl als wol under 
uns ist, als ob uns. So ist die sünne under uns an 
dem himele, so ez unS oben her abe naht ist. Und 
do von ist daz ertrich ein mittels zwischen uns und der 
sünnen, und do von irret uns daz ertrich, daz wir hin 
zu naht die sünnen niemer mer geseheu mügen untze mor 
gen, daz sie osten vf get, alse her salomon sprichet: 
orietur sol, die silnne geht hüten aldort under, und kümet 
8) Dies« Worte sind wol durch eine Nachläßizkeit hereinge» 
kommen.
	        

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