Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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essisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L124 
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einem galgen, als kürtz einem die wile do mit were, da; 
er einen erhan.qen man drüten solte, wider aller der freu- 
den, die die werlt hat: alse wider zeme ist mir die freude 
aller der werkte wider der ewigen freude. Ey wol nch 
wart, daz uch uwer niutcr ie getrüg, die so getane freude 
suln besitzen. Der ist, ob got wil, maniger voruauen, 
äugen. Auch ist maniger, der vil kleine freude dar für 
nimpt hie uff ertrich. Und daz den guten sänke pauken 
gar versmahte, dez wirk im der tüsentste teil nit» Und 
die habent übel kauft, die so über groze freude geben unib 
ein so kürzes freudelin in dirre werkte. Die habent übel 
gcvarn; wanne sie habent weder hie noch dort niyt, als 
ich ietze sprach. — Achte in glicher wife, reht alse alle S) 
sternen dez himels ir lieht von der sünnen habe»; also 
hat alles himelisch her ir lieht von dem warn sünnen, sit 
banne unser herre der wäre sünne »nd daz wäre lieht 
ist, alse der güte sank iohannes do sprichet. Der heißet 
in das wäre lieht; als auch daz vil war ist; wanne er 
ist daz war lieht, daz nienier mcr verloscht. Und alle, 
die von sime got varwen lichte enzundet werden, die er- 
leschcnt auch nienier mere von der schonheit, die sie von 
dem warn sünnen haut. Und als viel die sünne lichter und 
gelpfcr ist, banne wir da sehen, rehte als viel die lichtes 
und glastes über alle stern hat, die an dem hiniel stent; 
in himelrich schines und glastes 
als vil hat der wäre 
5) Hds. „der alle" 
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ot+vmsej. 
mer, über alle engele, und ist geschönt und gewirdet an 
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