Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L124 
umb got verdient hat und durch die heiligen nun chore 
der heiligen engcle und alles himelisch her, daz uch die 
ienier mer in den ewigen freuden ewiclichen muzen schen 
ken den edcln süßen win der waren minne, und daz ir 
davon drünken mußet werden, der waren minne, der 18) 
do niemer zerrinnet, und die do niemer kein ende ge 
winnet, und also trunken mit der freuden werden, die 
I hertze nie betrahten künde, die ore nie gehörte und münt 
nie gesprach, als der güte sant Paulus do sprichet. Und 
lat Hute daz unrehte guet durch alle gemeinschaft alles 
himclischen Hers, und lat uch Hute diesen edeln süßen win 
uwer hertze angcwinnen, daz uch alles himelische her ie- 
mer frölichen müßen minnen. — Jum andern male bite 
ich uch durch die liehe, die ir dem himelische» künige 
leisten sult. Wanne daz ist der drier dinge eins, die 
mannes hertze ubcr windent. Wanne ienre künig den 19) 
himelischen künig bctütet, den künig aller künige und 
aller dirre werkte, und den keiser aller künige und aller 
enge! Herren. Den lat uch hüte über winden, daz ir 
daz unrehte gut lat. Wanne er uch geheißen hat, daz er 
uwer jeglichem ein künigriche geben wolle, und uch auch 
zu künigen wil machen, als er selber ein künig ist. Und er 
hat ucl> doch gelobt, daz er uch icmer mer cwicliche be 
halten wil in dirre werkte und in ienre, ob ir sin im 
gctruwet. Und da von sult irs im getruwen, ob ir ein 
18) geht wol auf,,»rä" aJJL 
19) Hds. „dem" 
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