Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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tet ir zü edel »wer jeglicher sin dar zu, daz ir mit dem 
verfluchten düfel iemer geselleschaft habet an dem gründe 
der hellen. Man gap eins wisen lüten für, daz sie sel 
ten raten, waz mannes hertze aller schierste über wunden 
habe. Da sprach daz eine: daz dede ein kunig. Der 
künig über wünde aller schirste marines hertze; wanne 
swaz der künig einem armen manne gcbüte, daz wer er 
mit allem fliße gern gereht und bereit, und er getorstes 
niemer wider reden, und er wer halt fto, wanne im der 
künig ihtes gcbüte. — Da sprach der ander: dez ist nit; 
der win über windet mannes hertze aller schirste. Der 
win, der machet einen, daz er von bürge und auch von 
lande ret und von grozem güte und von tusent marken, 
der er einigen Pfennig niht enhat. — Da sprach der drite: 
dez ist niht; die frauwen habcnt mannes hertze aller schirste 
über komen. — Der nam oberntbant; wanne er hete 
reht daz bewert mit adam wol. Den bete got als star 
ken geschaffen, und hete man alle tage berge uf in ge- 
leit, man mühte erdrücket Han; wanne er hete eht 
in untbtlich geschaffen. Der alle swert und alle wafen 
hete uf in geslagcn und gestoßen, er enwere nit tot. 
Der in versenket hete in alle wazzer, er were nit er 
trunken. Wanne er waz eht untötlich; da von mohte 
er nit erstorben sin, swie man im getan hete. Und wie 
starken und wie untötlichen er in hete geschaffen, so hatte 
in doch eine frauwe schiere über wunden. An aller siner 
craft und an aller siner wiroe und aller siner edelkeit 
über want in ein fraulve, daz er alle sine crefte verloz.
	        

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