Volltext: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

— 274 — 
den, daz ist, daz den tüfel an finett fünden niemer gnügt; 
so er ie mer fündet, so er ie gcrner fündet. Also tut 
auch der gitige; den selben fride heltet er gar vesteclich 
mit dem tüfel. Wanne so er ie mer mit fürkauffe und mit 
wücher und mit satzunge gewinnet, so er ie gerner me 
und ie gerner viel bete. Pfi gitiger, wie gar glich du 
dem tüfel bist! und ir verflüchten tüfel, wie gar wislich 
ir den falsch geslagen hant und diesen ungetrüwen fride. 
Wanne diese gitigen lüte, der hertze vor gitikeit niemer 
vollenjsat werden kan, sie heißent anders nit die gitigcir 
lüte, banne da von: so sie dez unrehten gütes ie mere 
gewinnent, so sie je gerner mer wolten haben. Und da; 
ist ir fride mit dem tüfel. — Zu dem brisen male hat 
der gitige fride mit dem tüfele also, da; er nicnier wäre 
ruwe gewinnet, als wenig als der tufel und als der ke- 
tzer und alse die dv funden wider den heiligen gcist. 
Wann daz ist alles eine gesclleschaft. Der tüfel und die 
gitigen und die katzer und fdiej wider den heiligen geist 
do sündent, daz ist alles eine kumpanie und ein gcsinde, 
sie heten anders nit fride mit dem tüfel. Und ie doch 
süln wir versuchen, und süln diese gitigen lüte biten und 
manen, daz sie sich uz dem fride nemen, uz dem fride 
dez tufels, und sich ergeben in den fride und in die ge- 
selleschaft dez almehtigcn gotes und aller gotesheiligeir 
und aller engele und aller himelischen nienie. Und Hute 
daz unrehte güt lazent, daz ir erhöhet werdet in dem 
hpmlischen iherusalem bi dem almehtigen gote. Ja sül-
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.