Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L124 
— 2.I1 — 
ncil himelrich, daz du daz antlütze unsers Herren niemer 
Niere gesihst. Da beschirme uns der almehtige gvt vor! — 
Daz ander, dar an sich der ketzer dem tüfet glichet, daz 
ist, daz sich der ketzer niemer mer bekern wil, als wenig 
als der tufel. Wanne er ist als gar verhertet und ver- 
steinct, als der tüfel in der ketzerie. Und reht als der 
kristalle von wazzer zu steine worden ist, als ist der ke 
tzer von einem tristen menschen worden. Und als wenig 
als man den kristallen icmer zu wazzer machen mag, als 
wenig mag man den ketzer iemer mer zu einem fristen 
menschen gemachen, er si banne kürtzlich in die ketzerie 
komen. — Die andern lüte, die sich auch aller baste dem 
tüfel gelichent, und die steten friden mit dem tnfel habent, 
daz er niemer zerbrochen wirt, daz sint alle, die da fündent 
wider den heiligen geist. Daz sint fünf ley oder sehs 
lcy fünde, die wider den heiligen geist sint. Und do cn- 
geturren wir niht von gcreden; wanne daz ist eht uns 
verboten. Und die sint auch als versteinet und verhcr- 
tet als der tüfel. — So sint die brisen aller lüte wirst, 
die dem tüfel aller güchste sint an irn fünden. Die hal 
tend steten fride mit dem tüfel. Der ist so stete, daz 
halt unter allen sündern nieman so steten fride mit dem 
tüfel shah. Die sint dem tüfel aller glichste under allen 
lüten, und sint aller sünder schedelicheste, die selben sündcr 
die die werlt ie gewan oder iemer gewinnt. Da; sink 
die gitigen lüte alle, die unreht gut wider got gewinnent 
und wider sinen hülden; so mit wücher, so mit fürkanffe 
mit dinges geben, so mit raube, oder mit düpstal, oder
	        

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