Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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die den fride unsers Herren zu brechen und daz eisige 
künignche verwirken, daz sie da verworht hant, die lcy- 
den tüfcl. — Daz ander, da; auch der tüfel an im hak, 
daz ist, daz er sich niemer bekern wil. Er wolte halt 
nit, daz er bi got in dem himelrich wcre, den Worten 
daz er gotes frunt wblte sin. Und an den selben din 
gen sink die ketzer dem tüfel auch gelich. Der ketzer ist 
gevallen von der gemeinde der heiligen cristenheit, und 
also machet er alle die zu ketzern gern, die in der heili 
gen kristenheide si»t. Und dar umb svl man sich vor 
im rS) hüten, so er vil heimlichen get zu uch, nnd 
spricht, er wolle uch gut ding lern heymelich in einem 
Winkel, und dez er uch öffentlich gelern entar. Daz ist 
reht ein ketzer. Wanne wolte er dich gut ding lern, so 
lert' er dich an dem lichte vor den luten. Und als ir 
dez selben innen werdet, so sult ir sie rügen, und hütet 
uch vor in, als licp uch himelrich si, daz er iemer ein ei 
niges wort von in gelerncnt. Und etteliche, die dünkent 
sich so gar sicher, daz sie in gedcnkent: ich wil cz wol 
im versahen, untz ich besiehe, waz ez si, daz er mich da 
leren wil. Seht, dez sult ir nit tün. Wanne als ir sie 
vcrsüchen wvllent, und biz ir nüwen versüchent, waz er 
künne mit dem selben, so hat er dich zu einem ketzer ge 
mäht, und daz du iemer bester böser und bester krenker 
an dinem glauben bist, oder da; du so zehant vellest von 
der gemeinde der heiligen cristenheit und von dem fro- 
i5) Hds. „in"
	        

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