Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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gent, die sin 9) so zü hant fride brecher; oder swelher 
ley fünde cz ist, daz heubtsunde sin, so ist fride uz. Owe! 
armer fund er, so zu baut, so du die fünde hegest, so ist 
fride uz. Und dar umb so hant die tüfel valsch gefla- 
gen uf den edel» fride, de» ein iegiich mensche haben 
solte mit got. Daz ist der erste fride, den der almehtige 
got geboten hat dem menschen. Der ander fride, den 
dir got geboten hat, daz ist fride mit dir selber. Der 
drite fride, daz ist fride mit dinem nehsten. Wanne der 
mensche fride haben sol mit dem almehtigen gote, als 
ich setze sprach- als er fride haben sol mit gote, also 
fvl er fride haben mit im selber; so sol er auch fride 
haben mit sineitt nehsten, als mit im selber. Und ds 
mit so haben die tüfel valschen fride geslagen undcr de« 
güten und under de» rehtcn fride, und habent nu ge 
mäht, daz der werkt daz merre teil valschen fride hat. 
Die da fride haben solten mit gote, die haben nü fride mit 
dem tüfel; die banne mit in selber fride solten haben, die ha 
bend fride mit deni fleische. Und siver mit im selber fride hat, 
der hat fride mit dem libe und mit der sele, also daz der lip 
Mt Hegern sol, banne daz der sele güt ist. Die banne 
fride haben süln mit irn nehsten, die habent NU fride mit 
der werkte süßekcit. Nu von den selben wil ich dez er 
sten sagen. Und dar umb ir unseligen tüfel, und hetet 
ir den list nit fünden, so were manig tusent sele behal 
ten, die allesampt verlorn iemer mere ewiclichen müzzen 
stn, W! ix verfluchten tüfel, waz ir mit diesen listen 
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c>) Hbf, Sf
	        

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