Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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und ir ist doch gar vil, die ez für ein riche gäbe heten. 
Und der halt ettelichem ein Hube gebe, er wcre halt her- 
tzeclichen fro; gebe man im aber eine stat oder ein dorf 
er were aber frower; gebe man im aber ein marke oder 
hertzogtume, er wer aber frower. Und da von siilt ir 
nu der truwen und der er» hertzeclichcn fro sin; wanne 
der almehtige got wil uwcr jeglichem ein grozes künig- 
riche geben. Und daz da; war si, da; fach der gute sant 
iohannes in apokalipsi. Der fach ein stat, die waZ als wit 
und als michel, da; ez an maze waz, in dem himclrich. 
Und im seit ein engel, r) wie wit und lang und hohe 
sie were, und wie breit die mure wcre. Und die selbe 
müre, da mit die stat nmb müret waz, daz warn alle 
edel steine, achates und karbünkel und saphyre und an 
der edel steine, und nit wanne lüter golt. Und also seit 
der engel dem güten sante iohansen: wie manig tusent 
mile daz were, der die müre lang und hoch und breit 
waz. Und alle die in der selben stat sint, die sint alle 
künige und küniginne, und sint alle beklcit mit kleide sam 
die sünne, und sie habcnt alle lichte kröne und künicliche 
kröne uf irn heubt; und die stat so gar wol geziert mit 
götlicher gezierde, daz ich daz wol weiz, und were ein 
semeUche stat in der Heidenschaft ien halp meres, uwer 
ist maniger dez mutz 2), er füre von hinen über mere, 
daz er nüwen die selben stat gesche; ich wil dez geschwi- 
Oj(A1 
1) Hds. „eingkl ^ 
2) statt: mütS, wie oben eiuz, imz 7t« Pr. Anm. 12.
	        

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