Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

— 254 — 
m 
ssisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L124 
uff uch nemen, und sult zu im fönten, als er uch der 
selben hüte gebeten hat; und sult die hohen edelen spise 
enpfahen, die so nianigen edeln gesüiag hat, und der 
traft so michel und so groz ist. Und die selbe bürde 
unsers Herren sült ir mit drin fügenden tragen. Die 
sint aller lügende beste. Wanne cz sint alle lügende 
mit diesen drin tilgenden beslozen; und ez ist manig 
tüsent sele zum himelriche komm mit diesen drin lugen 
den zu der edeln spise, da sie cwicliche wirtschaft mit 
gote haben und mit allem himelischcn her. Und dieser 
drier tugende heißet ein kuschekeyt, die ander dcmüt, die 
drite gedültikcit. ii) Und alle, die daz ioch unsers Her 
ren 12) tragent mit diesen drin lugenden, und alle, die 
sich an diesen drin lugenden und an andern funden uber-- 
sehen haben, die gewinnent allesament wäre rüwe und 
kümen zu luter bihte und zu büße nach gotö gnaden 
nach uwcrn staten. Und wol dan allcsampt zu der edeln 
wirtschaft und zu der spise, da mit wir daz ewige leben 
cnphahen. Daz verlihe uns allensampt der Vater und 
der sun und der heilige geist. Amen. 
11) Hier eine Verweisung auf die rate Pr. der Hds., wo eine 
weitere Auseinandersetzung über diese Tugenden und ihr Ge 
gentheil. 
12) der Sinn scheint zu fordern: „nit tragent."
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.