Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

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ir nüwen eins dun, und wert eins dinges ane; daz ist 
aller dinge koste und aller dinge ungenemeste, und ist halt 
so böse und so schedelich, daz nie dehein ding nie so sche- 
delich wart, als daz selbe ding. Und den Worten daz 
irs alle midet und fliehet, so wil ich uch sagen, waz ez 
ist. Wanne swie ir daz selbe ding vernndet, so Wirt uch 
der smag der edelen spise, die do heißet gesüntheit an' 
sicchtum. So mident fünde; daz ist aller dinge unge 
sundest zu dem ewigen Leben. Unb do von hütet uch 
vor allen hcubtsündeu; so werdent ir gesürtt von dirre 
edeln spise. Psi! ir nescher und ir nescherinne! wie wel 
let ir uch behüten vor dirre vergift dez ewigen todeö? 
Ir sint gar ungesunt an der sele und tot siech. Daz 
selbe si'nt die gitigen und die hohfertigen und die tregen 
an gotes dinste und die nydigen und heßigen und die 
lv zornigen und die mit zauber und mit ^ppe umb gcnt; 
und mit swelher Hände fünde die lute umb gent, die in 
got verboten hat, die si'nt allesinnment ein vergift zu dem 
ewigen leben, ich meine alle die fünde, die tätliche hei- 
ßent; do von kämet der ewige tot. Büße mm ich alle zit 
uz. — Die siebende spise ist auch gar ein riche spise und 
gar wol gesmag und wol gemeistert. Die heißet mimte 
ane haz. Daz ist gar ein gemeine spise und hat einen 
tügentlichen edeln gesmag. Wanne haz und nyt ist gar 
ein groze untugent. Wanne ez dut an dem hertzen als 
we, der haz und nyt breit, daz er iemer gern in daz hi- 
melrich mohte werben, darumb daz uch haz und nyt nie 
mer mere [n>e] getete. Wanne er wirt niemer reht wo!
	        

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