Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L124 
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gescheide«, als wenig als man zin und küpfer iemer geschei- 
den mag. Wanne de; tun sich alle die meister ab, die hüte 
leben, und die von gesmeltze ie künst gelernten. Ziu und 
bli drehte man wol von einander; und silber und zin und 
gvlt daz drehte man alles wol von einander. Aber zin 
und knpfer, dez dü sich alle die werlt abe; daz ist güte 
glockespise, daz klinget wol. Wer da frower, danne der 
tüfel? swenne ers dar zu bringet, da; der gitige und da; 
unrehte gut zu samen komen; so hat ers wol geschaffet. 
Wanne die enkan Prediger noch minre brüder niemer von 
einander bringen. Und dar umb sit ir fremede gestc an 
der wirtschefte, die da heißet richtüm ane armüt. Du 
mäht wol ein wile genüg haben. Daz ist aber gcin der 
ewigen richeit, als da einer uff einem snellen rosse für 
einem kram wol balde ritet, und dem nüwen in den 
kram Wirt em blig mit den äugen, und er so zuhant die 
äugen wider uz dem kram wirft; als wenig ist die richeit, 
die du hie mit dem unrehten güte hast, wider der ewigen 
armut, die du dar umb cwiclichen liden must. — Die 
fünfte spise, dar zu uch der almehtige got auch geladen 
hat, die heißet leben ane dot. Und dar umb sult irs also 
schaffen ir Herschaft allesampt, daz ir wol lebende wer 
det, wanne ir mügt nit ersterben; und ir sült zu dem 
cewigen leben kern, da ir niemer mere ersterben müget. 
„Wie, Bruder bertholt, nü mügent die zü helle si'nt, 
auch niemer ersterben." Niht! die sterben zu allen ziten. 
Ir leben heißet der ewige tot, als der gute sante pauluS 
do fprichet: der lon nach den fünden ist der tot; aber
	        

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