Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

mit maniger grozen anevehtunge, die sie heteii von den 
stricken de; tusels, und haut in allen an gesiget, biz daz 
ir scle »n ist cnbünden; und ir Marter hat nu ein ende» 
Und den Worten daz ir auch enbünden werdet von allen 
den stricken und von allen den lagen, die sie uns mitirn 
listen haut geleit und alle tage legent — alle ir stricke 
und ir läge sint schedclich, aber diese drie läge si'nt die 
aller schedelichesten, die sie unhcr allen irn lagen habcnt. 
Swie sie uns aber die selben dri läge legent, daz hat 
uns got erzeugt in der alten c. Da. waz ein stat, hsM 
gaba, die Hede unmazen groze vintschaft; und ir vinde 
leiten in drie lage^ heimlich; wann sie warn in hcßeli- 
chen vint. Und also legent uns die tüfel drie läge 
heimelichen. Wann wir sehen ir niergent keinen, und 
Horen auch ir keinen. Daz ist auch der schade, der uns 
dar an wirret aller meist. Und die selben drie läge le 
gent sie uns iegliche zwifalt. — Die erste läge legent sie 
uns, so wir in die werlt varn; die andern, so wir durch 
die werlt varn; die driten läge, so wir uz der werkte 
varn. Die erste läge, so wir in die werlt varn, legent 
sie dann an zwein enden: die ersten vor der gebürt, die 
andern nach der kinde gebürt. Als daz kint lebende wirk 
in siner muter libe, so gußet im der enge! die scle in, 
der alniehtige got gußet dem kinde die sele^mit 4) dem 
enge! in. Und als ez nür als lange gelebt, als ein hant 
mag umb gekert werden, so müz ez ümmer und iemer lc- 
4) Bezeichnung de§ Werkzeugs. 
l4
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.