Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

© Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. 340 Grimm Nr. L124 
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leie. i3) Und der vrazheit sült ir wider sten mit einer 
tugende, die heißet maze. Der nresstg zu dem münde 
ist, da; ist gar nütze zu dem ewigen leben; und also ist 
manig heiliger mensche gewesen. Jjer mopses der i4) waz 
vierzig tage ungeßen. Her hclyas waz auch virtzig tage 
ungeßen. Der almchtige got waz auch virtzig tage un- 
gaz, da er mensche uf ertrich waz und in der böse geist 
versuchte und er sprach: gang hi», du böser sathanas. 
Ja sol man alleine nit dez brotes leben; Loch sol man 
dez gotcS Wortes leben. Da mit hat uns der-almchtige 
got ertzeuget, da; die maze ein tügenL ist, die zu den 
freuden wiset dez ewigen lebens, da ir cwiclich gespiset 
stt von dem antlitze unsers Herren. Wann er also spri- 
chet: kümet her zu mir, ich wil uch spisen. Und also 
hat er den heilige» mopsen und den heiligen helyam ge 
spiset, daz er halt noch hüte in dem paradise lebet mit 
libe und mit sele, und den heilige» lazarum, der do saz 
under dez richen manncs türe und nit mere begcrte, 
wann der brosemen, die von dem dische vieln; die gap 
im leider nicnian. Und ist ir freude und ir spise nü verre 
ungclicher, danne do. — So truwet maniger nit, daz er 
iemcr genesen müge, daz er zu allen zyte» nit vol ist als 
ein krapfe. Pfi fraz! truwest du nit, daz dich got mit 
der rehte» maze ernere, als er mopsen tet, der i5) gar und 
13) Hier eine Berufung des Sammlers auf die 27te Pr. der 
Hds., wo dieser Gegenstand weiter ausgeführt wird. 
14) Hds. „dar" > 
15) Hds. „dm"
	        

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