Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

zen gebresten heten vor arnrüt, oder grozen Verlust an 
gute oder an frunden oder an crn. — Die brise undu- 
gcnt heisset trakeit an gotcs dienste. So betraget den, 
da; er ein pater noster spreche; so betraget symelichen, 
zu kirchen zu gendc; so betraget ettelichen, zu predigen 
zu gcnde; so betraget auch ettelichen, ein alinüsen zu ge 
bende; so betragt auch etteliche, einen aplaz zu holen; 
so betragt auch etteliche, daz ste ein kleins stundelin mit 
zuhten zu kirchen süln sten, do man goteö dienst tüt 
mit singen und mit lesen. So spotent sie und snerent, 
als sie uf einem iarmarkte, sin. Und alle, die also trcge 
an gotes dienst sint, die wcrdent alle verdampt an libe 
und an sele, daz ir niemer rat wirt. Buße und bihtc 
nemen wir alle zit uz. Wanne dehei» mensche nie so 
übel getet, er müges wol gebüßen. — Der untugende 
sult ir wider sten mit einer tugent, die heißet snellekeit 
zu allen güten dingen. Almuscn zu gebende und beten 
und wachen und fasten got zu dienste, und villat zu ne- 
mende, und gehorsamkeit zu haltende, und zu predigen zu 
gende und zd antlazen, und zu allen güten dingen sult 
>r resche sin, als manige hohe heiligen, die daz himel- 
rich habent beseßen, und die sich nit ließe» betrage» vil 
maniger grozen arbeit, die sie vil willeclichen liden durch 
die liebe unsers Herren; als der güte sant stephan, und 
der heilige herre sant laurencius und sant qregorius und 
sant margareta und sant iuliana, die warn nit trage zu 
manigen grülichen pin und martel und unseliger und un 
menschlicher Marter. Nu hat ir martel ein ende, aber 
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