Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

und Hegern und rürunge und deüwen und varwe und 
stimme und mäht; und ist doch bi dem allem sampt die 
selc als fri, swanne sie sich zu andern dingen seiet, als 
ob sie den lip nit besorge. Dar zu wil der almehrige 
got der scle irn lip wider geben, der ir ietzunt ist ein 
halöbcrg und berg uf dem rücken, und der trübe ietzunt 
die sele dünket und swer und ungefüge und ungelenke 
und unbekerig und «»bereit maniger fache; wann der 
lip maniger dinge begcrt, daz der scle wider ist und ir 
feit ist. Den selben siveren lip wil got der sele wider 
geben an der iüngesten urstende liehter, banne der sünnen 
schin, sneller banne der äugen blick, und vil gefüger danne 
der lüst. Wann da niag sich nit für behüllen, er berure alle 
ding. Ditz dut alles unser herre der sele zu einer crgc- 
tzungc der muwe, der sie sich genietet hat hie uf ertrich 
mit dem irdenischen libc. Er wil ir auch de» «»beraten 
lip wider geben als vvllekomen, also daz im nihtcs ge 
driftet, und daz er iemer Wunsches gewalt hat, und richeit 
an' armüt und iugent an' alter. Und also gibt ir un 
ser herre den lip wider in so maniger wirdekeit, der ir 
da hie wa; ein smeher böser ^überwertiger sag. Daz ir 
do Wirt ei» so edcles kunigcs kleit, daz sin die himel 
fürsten wol geziinet an zu sehen, daz hat er gegeben zu 
Vorgabe vor den liehten engeln. Wanne sie got geny- 
dert hat hie mit dem irdenischen libc; der ir hie uf ert- 
riche die bürde halse tragen an den arbeiten, daz ist bil» 
lich, daz sic dort mit im den uberfluz der freiden
	        

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