Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

die heiligen nit getun. Sänke pcker habe im, daz er 
habe, ez wirk im niemer mere gebeßert. Daz selbe sprich 
ich zu allen zwclf boten und zu den markelern, und zu 
den bihkigern und zu den andern heiligen allen. Und 
sank nycolaus het der einer stunden mere uf crkrich du- 
gcntlichen angeleit, daz er nuivcn eines ave marias mere 
het gesprochen, die wile daz er lebte uf ertrich, daz neme 
er für alle die zeichen, die got durch stnen willen >e ge- 
ket uf erkriche. Und ich wölke, daz ich sicher were of 
diesem erkriche, daß ich himclrich niemer verliefen mohke: 
so wölke ich genre ein dugcnthaft mensche sin uf erkriche, 
dann ein heilige in dem himelriche. Wanne so wölke ich 
von wile zu wile, von tage zu tage, von iar zu iare 
ie heiliger und heiliger werden. Nu seht, wie nutze und 
wie edel tugent ist. Die cdelkeit aller enget die were zu 
nihte, wanne tugent. Ein tugenthafkcr mensche verdient 
eins dags mcr lons umb got, dann tusent, die nit tu- 
gcnde habent. Als ein edel saphyr, der ist eim vil lie 
ber, dann hundert kiselinge; als ist ein edel wurtze von 
ir tugent vil wcrdcr und lieber, banne ander untugent- 
hafter wurtze ein fuder oder ein michel teil; alse ist dem 
almchtigen got ein tugenthafter mensche lieber, banne 
tusent, die nit duzende haben. Und daz uch got so clar 
und so edel an himelischer Materien [uif] geschafen hat 
als die engel, daz hat er an' fache nit getan. Wanne 
daz er die engele als snel und so gar edel hat geschafen, 
daz det er dar umb, daz die engele bester ringvertiger 
an ir geistlichen lüterkeit wer», daz sie die cdeln und die
	        

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