Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

ncmcft alle die werkt niht. r4) Nu siech, der banne 
icmcr und icmcr leben sol, und der banne iemer und 
iemer brennen muz. Daz ist allen den künftig und ofen, 
die nuwen in einer totlichen fünde werden bcgrifen ane 
ruwe» und ane bihte. Nu siech, wie gar gcwcrliche du 
dich dez nahteö banne nider legest in totlichen fünden, 
und weist nit, ob du untze morgen gelebest, halt biz mit 
tenaht, ich wil gefwigen biz zu tage. Und da von wolte 
ich alle diese werkt nit nemen, daz ich mich in einer tbt- 
lichen fünde wolte nider legen iS) wißcntlich ane ruwcn 
und ane bihte. Und wißent, wer als frefeliche und 
alse lihteclichen in dvtlichcn fünden lit, und ir alle tage 
ic mer tüt und niht minre machet, daz er ane zwifel 
niemer mag behalten werden. Wez tröstet sich auch der 
selbe, wanne daz er ein zwifelcr ist? Pfi! daz ie dehein 
tauf uf dich kam! Wez tröstest du dich? Ml wünderlichen 
balde in starke büße oder an den grünt der hellen. Giti- 
gcr, du hast aber gar vcrzwifelt an aller goteö erber- 
mede. Und die da den tüfel ane betent, und die mit go- 
tcs lichnamen da zaubcrnt und mortbetent, die habent 
alle vcrzwifelt an gote. De; werdent sic auch iemcrli- 
chcn von gote scheiden an dem iüngesien tage. Ir hi- 
mel kinder, minncnt den almehtigcn got, der uch da hohe 
14) Sinn: du würdest um alles nicht bis zur Nacht hin so fortle 
ben, wenn du dich dadurch der Gefahr ausseztest, einen Tag 
lang zu brennen. 
15) Hds. „liegen"
	        

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