Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

mit keiner fündeund nim in dinc» müt, daz die fünde 
vil bczzcr ist zu lazcu, dann zu büßene. Als du einer 
»nl'üfch gedenkest, cz st von de; libcs gelüst, oder von 
der werkte freude, oder von dcz tüfcls reten; so strit eh! 
wider. Wiltu einen flohen oder wunden vor zvrnc, da; 
dir rchte da; Herste hülsten her uz weile, so strit eht wi 
der und gedellke dar an, wie hohe got und der werkte 
büßen. So du sieln oder rauben wollest, so strit eht 
wider. So du dvpcln oder spiln wollest, so, strit chi 
wider. So du eine vasten brechen wollest, so strit eht 
wider; oder ein virc von vrazhcit oder von gitikcit nach 
güte, so strit eht wider. Phi! gitiger und Wucherer und 
fürkeufer und satzungcr, du bist sigeloS worden. Dez 
kämest du niemer in da; riche unsers Herren, dn geltest 
banne und gebest wider. Ir andern sündcr, wo ir sigclos 
worden sit an uwerm strit, und daz ir in stmdc gevallcn 
sit; so gewinnet allcsanipt wäre.ruwe, und tut luter bihte, 
und cnphaht büße nach gnaden goles und nach nwern 
statcn, und stritct furbaz iemer mer mit der Lugende, 
die da heißt stcrke de; gcistes. Wann got nwern ernst 
sicht, so hilfet er uch siriten, daz ir gcsigct an aller an- 
vchtunge. Nu seht, ob ir striten wollet oder sigeloz wer 
den. Wollet ir daz uch der tufel ane wer iht hinziehe 
an den grünt der Helle? Nu wißet ir wol, da; ez ein 
schentlich wort ist, der zu ein, andern sprichct: du bist 
ein rchtcr zage. Und da von mugt ir uch hcrtcr sche- 
men, dann ander leite, daz ir zegclichen sigeloz werdet 
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