Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

cm hinein übe? dann och rürt cz daz hertze uiht, ob du 
ez selbe lest in ruwe. Da mit betrübest du dich selber 
uiiib uzzer ding. Daz ist ein zeichen, daz du die uier 
niinuest, danue dins herze» rüwe und banne diu sclikeit. 
Als den willen nieinan mag z» den fünden getwingen, 
banne er selber; also mag auch daz hertze nicman betrü 
ben, danue cz selber. Wanne alö mir nieman niht lie 
bes gctun mag, ich welle mirs banne selber liep lazen 
sin; als mag mir nieman niht leides getün, ob ich mir 
cz selber niht leit laze sin. Da von sol ein wise hertze 
sich selber also ordenen, waz im selber wider var leides, 
daz crs also enpfahe, als ob crs selber vor gefuget habe. 
Wanne swaz ich mir selber gcfüge, daz betrübt mich nit; 
wanne ich wolte cz also. Da wider, waz dir dez nit 
wirt, dez du begersi, da gedenke zu, alö ob du ez ge 
habt habest nach dinre gerünge und nü die zit Vorgänge 
si. Wann daz du da fürest, daz ist dem ictzü glich 
dem, daz da nit einst, sivie doch sin lon cttewanne da 
vor si. Also hilfet wisliche betrahtunge zu gedultikcit 
und zu sonftmütikeit dez hertze» und zu alten lügenden, 
so mau betrahtet der tagende nutz und der untugende 
schaden und ir ungenemekeit. Dar umb hat uns gebeir 
unser herre äugen, daz wegeste und da; beste zeichen zu 
schauwen an dem libe und an der sele; die uzzer» au 
wort trifft dich ja nicht an Haupt oder Hals. Oder greift er 
dich auch an ai, Gut oder Leib, dennoch — Im andern Falle: 
Hätte jenes Wort dich auch getroffen an Haupt oder Hals, 
oder griffe er dich auch an an Leib oder Gut; dennoch —
	        

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