Full text: Berthold, des Franciskaners deutsche Predigten, aus der zweiten Haelfte des dreizehnten Jahrhunderts

Der brise ist, da; wir schone werden enpfangen. Der 
Vierde ist, daz wir mit grozen ern uf den himcl stül wer 
den gesetzet. Der fünfte ist, daz uns gantzer gewalt in 
dem himelrich geben Wirt. Der schste ist, daz wir Han 
gantze erkanntniffe. Der siebende ist, da; unS von dem 
Vater und von dem siine und von dem heiligen geiste un- 
fageliche füßekeit wirk gegeben. Der ahte ist, daz wir alle 
gotesheiligen und alle gotes cngele hitzecliche minnende 
werden. Der nünde ist, daz uns der lon Wirt gegeben, Laz 
wir von gote mit grozcr gezierde werden geziert. Der 
zehende, daz wir die freude besitzen und den lon, den äu 
gen nie volle sahen, und den orn nie volle horten, den 
deheins menschen hertze bedenken niöhte, den menschen 
zünge nie mohte volle sprechen. So werdend unS auch 
zwei gcwant gegeben und angeleit, daz wir an selen 
und an Übe die ewige wünne empfahen. Daz verlihe mir 
und uch unser hcrre ihesus crist, der megde sun minre 
frauwcn sant Marien, der mit dem Vater und niit dem 
heiligen geiste lebet und richset an' ende und ane ane- 
genge. 54) Amen. 
H) Hds. „anegende."
	        

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